Mountainbiketour Zeblasjoch Fuorcla Val Gronda Fimberpass  



Mountainbiketour: Scuol - Sur En - Martina - Samnaun - Zeblasjoch - Fuorcla Val Gronda - Fimberpass - Vnà – Ramosch – Sur En – Scuol

Fluchthorn: Auf der Fuorcla Val Gronda, dem höchsten Punkt der Tour, beginnt vor majestätischer Kulisse der Downhill zur Heidelberger Hütte.
Fluchthorn
Auf der Fuorcla Val Gronda, dem höchsten Punkt der Tour, beginnt vor majestätischer Kulisse der Downhill zur Heidelberger Hütte.

Wappen Schweiz Schweizerkreuz Flagge Fahne
Landkarte Schweiz mit Kanton Graubünden
Graubünden Fahne Wappen Kanton
Mountainbiketour: Scuol - Sur En - Martina - Samnaun - Zeblasjoch - Fuorcla Val Gronda - Fimberpass - Vnà – Ramosch – Sur En – Scuol
Bilder: Biketour Zeblasjoch - Fimberpass Tourenbeschreibung:
 

 






Piz Vinokourov

Piz Vinokourov



Val Musauna
Val Musauna



Grenzstein
Grenzstein



Piz Tschuetta
Piz Tschuetta



Fimberpass
Fimberpass




[Bildergalerie]



©Photos by René Hugi

 

 

Tagestour Scuol-Samnaun-Zeblasjoch-Fimberpass-Scuol

Eine wenig gefahrene Tour im Unterengadin mit dem vom Alpencross her berühmten Fimberpass. Knackige Aufstiege, Trails der Kategorie S2 (siehe Link:singletrailskala) mit viel Flow und unterschiedlichen Schwierigkeiten. Fazit: Harte, anforderungsreiche, aber schöne Tour. Gute Kondition und etwas Trittsicherheit in alpinem Gelände sind von Vorteil.

Startort dieser Tour ist die Eishalle Gurlaina in Scuol. Man folgt hier dem gelben Wanderwegweiser «Sur En». Ein kurzes Asphaltstück führt hinunter zum Inn und über die Brücke. Auf der Kuppe oben gleich wieder rechts halten, hinunter zur eisernen Innbrücke. Nun folgt die Forststrasse auf der rechten Seite des Inn. Über Pradella erreicht man bald einmal Sur En, bekannt als Rastplatz für Alpencrosser vor dem Aufstieg ins Val d’Uina. Bei Punkt 1112 der Strasse durch den Campingplatz weiter in den Wald folgen bis zum Punkt 1118. Hier dem linken Weg (Tramblai) bis Plan da-Chavas folgen. Unvermittelt ist man wieder am Inn. Durch Auenwälder und befestigter Strasse gelangt man zum Punkt 1089 (Resegia). An kühlen Morgen, kann es hier durchaus neblig sein, währendem die Sonne auf der anderen Talseite Ramosch und Tschlin mit ihren wärmenden Strahlen beglückt. Direkt vor der gedeckten Holzbrücke rechts abbiegen, weiter auf befestigter Strasse bis zum Punkt 1105. Hier beginnt ein Aufstieg, weg vom Inn, zum Weiler Raschvella (1151 m). Nach der Durchfahrt der vier Häuser, direkt den ausgewaschenen Weg links hinunter nehmen. Bei Punkt 1071 eine weite Spitzkehre und man ist wieder am Fluss. Durch den Ort San Niclà und wieder über den Inn fahren. Bei der Hauptstrasse dem roten Bike-Wegweiser nach rechts folgen. Achtung! Nach ca. 300 m links die Unterführung nehmen, und dem schmalen Wiesentrail zur Hauptstrasse hoch folgen. Von Strada bis Martina kann man getrost die Strasse benützen, denn auch der Bikeweg ist asphaltiert. Martina erreichte ich innerhalb des von mir angenommenen Zeitfensters von 1:20 Stunden. Keine berauschende Leistung, aber Angesichts des noch Bevorstehenden…

Nun geht’s weiter in Richtung Landeck. Leider gibt es hier keine Alternative zur Hauptstrasse. Allerdings ist das Verkehrsaufkommen am Morgen eher gering. In Vinadi, nach 6 Kilometern, zweigt die Strasse nach Samnaun ab. Hier kann man den Helm auf den Rucksack packen. Das mit grobstolligen Pneus bestückte Bike rollte auf dem Asphalt hinauf nach Samnaun sehr schlecht, zumal bereits Passagen mit 12% Steigung zu bewältigen waren. Nach weiteren 105 Minuten Fahrzeit hatte ich die 22 km (ab Martina) und 793 Höhenmeter hinauf ins zollfreie Einkaufsparadies bewältigt. Letzte Möglichkeit die Reservoirs mit Tranksame zu füllen! Nachdem ich den Piz Vinokourov abgelichtet hatte, verliess ich das Dorf in Richtung Val Musauna. Zunächst auf guter Naturstrasse, bis der Übergang ins steile Gelände fast schlagartig erfolgt. Ein kurvenreicher Geröllweg wird hier zur Skipiste; breit, steil und unschön windet er sich in die Höhe. Zwei, drei Rampen schob ich, während die Lunge Jagd auf Sauerstoff machte, dann konnte ich wieder aufsitzen. Da sich die bereits zurückgelegten Höhenmeter ab Vinadi bemerkbar machten, schien ein Energienachschub in Form einer Banane und Riegel angebracht. Während der kurzen Rast hatte ich Musse die grandiose Kulisse zu bestaunen. Die Ruhe in der herrlichen Bergwelt wurde nur durch gelegentliche Warnpfiffe der Murmeltiere unterbrochen. Auf den Zeblaswiesen (2404 m) wird das Gelände zusehends flacher. Schon kann man den Wanderwegweiser, welcher beim Zeblasjoch auf 2653 m steht, sehen. Rechts ragt der Paulinerkopf in den Himmel, an welchem ein Bagger das Trassee für die nächste Skisaison vorbereitet. Mein Plan war über die in Luftlinie gemessen nur 2 km entfernten, wenig frequentierten Fuorcla Val Gronda (2752 m) zu fahren. Ein letztes Mal genoss ich das Panorama in Breitwandformat ehe mein Blick links vom Zeblasjoch in die Steinwüste schweifte. Dort war deutlich ein Fussweg erkennbar. Die Traversierung der Geröllhalde hinüber zum Grenzstein Nr. 14 auf Val Gronda war kein Honiglecken und gestaltete sich recht mühsam. Ich fragte mich, was zum Teufel mich geritten hatte, diese Variante zu wählen? Der schmale Trail in karger Landschaft ist nur teilweise fahrbar, schieben über längere Zeit ist für BmbT’s (Biker mit beschränkter Technik), die Norm. Der Weg schlängelt sich mal steiler, mal flacher unaufhaltsam hoch. Schiebend und tragend gelangte ich zum höchsten Punkt inmitten einer öden Steinwüste. Der Downhill mit viel Flow um den Piz Fenga Pitschna und der Flanke des Piz Davo Sassè in Richtung Heidelbergerhütte ist allererste Sahne. Beim Punkt 2200 (Wegweiser) etwas oberhalb der Heidelberger Hütte machte ich noch einmal eine ausgiebige Rast. Das Fluchthorn, ein imposanter Berg, strahlte im gleissenden Sonnenlicht. Wenn man nicht ganz hinunter zur Hütte fährt, verkürzt sich in der Folge der Aufstieg (mehrheitlich schiebend) zum Cuolmen d’Fenga um gut 15 Minuten. Nachdem die letzte Hürde des Tages genommen war, genoss ich die majestätischen Gipfel rundum. «Runners-High» befällt auch Biker! Die Müdigkeit wich einer grossen Zufriedenheit und konzentriert nahm ich die Herausforderung in Form der ca. 15 km langen Abfahrt an. Im obersten Teil lag sie deutlich über meinem Können, so dass ich aus Sicherheitsgründen öfters zum Fussgänger wurde. Ein Sturz in diesem Gelände als Einzelgänger nota bene könnte fatale Folgen haben! Während ich die Kante bei Storta Gronda passiere, gehen meine Gedanken für kurze Zeit in die Vergangenheit. Es wird behauptet, dass bis zum 16. Jahrhundert die Ischgler in Sent begraben wurden. Die Angehörigen trugen ihre Toten auf einem 10stündigen Marsch über den Fimberpass, um sie in der geweihten Erde zu San Peder beizusetzen. Im Winter liessen sie die Leichname einfrieren, um sie im Frühling, sobald es die Verhältnisse zuliessen, in langen Kolonnen zur letzten Ruhestätte zu begleiten. Schwer nachvollziehbar, wenn schon das Handling eines 11,5 kg-Bike in diesem Gelände nicht gerade einfach ist.

Das Unwetter von 2005 hat auch den Trail in Mitleidenschaft gezogen. Teilweise muss man im unteren Teil auf das Bachbett ausweichen(unmittelbar nach der Jagdhütte, Stand Sept. 2006), weil der Weg weggespühlt wurde. Die seit Jahren zerstörte Brücke über die Aua Chöglias signalisierte mir, dass mich die Zivilisation wieder hatte. Schnell war dann Griosch, Vnà und Ramosch erreicht. Über Plan da Muglin, Punkt 1182, und Sur En erreicht man Schuls den Ausgangspunkt.


René Hugi

Copyright© 2006


Kurzinfo Scuol - Sur En - Martina - Samnaun - Zeblasjoch - Fuorcla Val Gronda - Fimberpass - Vnà – Ramosch – Sur En – Scuol
Distanz:

79 km (nach Ciclomaster 414)

Höhenunterschied:

2148 m

Zeit: 7:15 (nach Ciclomaster 414, inkl. Schieben).
Spezielles:

Bustransfer
Von Martina bis Samnaun besteht die Möglichkeit das Postauto zu benützen. Unbedingt am Vortag auf dem Postbüro den Platz reservieren! Das verkürzt die Tour um 22 km.

Landkarte: 1199 Scuol und 1179 Samnaun im Masstab 1:25 000 des Bundesamt für Landestopograhie.
Campingplatz:

Sur En

Tipp: Euro nicht vergessen für eine eventuelle Rast in der Heidelbergerhütte
Streckenverlauf:

Start in Scuol, Eishalle Gurlaina - Pradella (1172 m) - Sur En (1121 m) - Resegia (1089 m) - Raschvella (1151 m) - San Niclà (1063 m) - Strada (1073 m) - Martina (1035 m) - Vinadi (1086 m) - Spissermühle (1516 m) - Samnaun (1844 m) - Zeblaswiesen (2404 m) - Zeblasjoch (2589 m) – Fuorcla di Val Gronda Grenzstein Nr. 14, 2752 m) – Alp Sura (Weggabelung, 2380 m) – Cuolmen d’ Fenga (2608 m) – Griosch (1817 m) *– Vnà (1637 m) – Ramosch (1231 m) – Plan da Muglin (1174 m) – Sur En (1121 m) – Pradella (1172 m) – Scuol, Gurlaina.

*Variante: Griosch (1817 m) - Zuort (1711 m) – Kurhaus Val Sinestra (1522 m) – Sent (1430 m) – Scuol, Gurlaina.

Links:

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