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Tour: Bern-Wallis-Tessin "BernerSbrinz"
#1
Hi

Ich möchte eine mehrtägige Tour planen: Norden - Süden. 

Bis ins Wallis ist mir in etwa klar. Vom Obergoms dachte ich mir via Nufenenpass,  Griespass nach Riale. (da bietet die Touren von RedOrbiter wunderbare Vorlage)

Von Riale aus bin ich etwas ratlos. Prima wäre natürlich irgendwie ins Maggia Tal "rüber" zu gehen - oder hats da schlicht weg zu viel "Berg" dazwischen? Umgebung Locarno wäre mein Ziel.

Hat jemand schon was ähnliches gemacht, kann was empfehlen oder Tipps abgeben?

mfg
Sattelstützi
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#2
hallo

Gemäss meiner Einschätzung gibt es ab Riale durchs Formazzatal/ Val Antigorio bis Domodossola keinen "wirklich sinnvollen" Übergang um direkt ins Maggiatal zu gelangen.

Als Variante könnte evtl. folgende Route für Dich interessant sein:
Ab Riale kannst du via Passo San Giaccomo zurück ins Bedrettotal,
und von Dort den Höhenweg bis zur Christallina Alp fahren.
Dann ab der Alpe di Cristallina ca. 1 1/2 Std hoch schieben/tragen und über den Naretpass ins Maggiatal.


RedOrbiter
http://www.Trail.ch
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#3
Hello

Ich wollte mich schon längst Rückmelden wie wir diese Tour nun gefahren sind.  Die Idee mit dem Maggiatal habe ich sein lassen. Nach meinen Recherchen ist der weg Talwärts auch nicht besonders spannend und habe mir die Route für ein andermal "Uphill" aufbewahrt.

Ich nennen die Tour zusammenfassend  "Berner-Sbrinz". Sie ähnlich der Sbrinz  Route, startet aber von Bern aus ;-)

Kurzes Summary als *DRAFT* (keine Garantie auf Rechtschreibung, gewähr usw...)

Tag1 sind wir relativ zügig von Bern bis ins Obergoms gefahren. Die Aare Route von Veloland bietet da eigentlich eine gute Vorlage, nicht all zu spektakulär aber OK. Die Distanz auf dem Bike mit Hans Dampf Bereifung war nicht zu unterschätzen, so kamen wir etwas in Zeitnot. Wir beschlossen in Meiringen um 15:20 den "Gelben-Joker" auf den Grimsel zu chartern. Angesichts des stürmischen Wetters und dem Feierabend Verkehr war dies eine sehr weise Entscheidung. Dafür hatten wir wieder genügend Energie um die Singletrails ins Tal zu fahren. Auf dem Grimsel hatte es (am 30 Juni) noch ziemlich grosse Schneefelder, was ca 1h Zeitverlust bedeutet.

Diese Strecke hätte man sehr gut in zwei Tagen machen können, dafür den Grimsel fahren sowie ab Grimsel einen längeren Trail wählen z.B. Gämschfax ab Grimsel. Genauso akzeptabel, man sagen die ganze Aare-Route streicht da es eh nur gerade aus geht ;-)

Tagestotal: 130km

Tag2 fuhren wir nach frühstück los auf den Nufenen Pass. Ohne jeglichen Verkehr und Angenehmer Steigung war dies fast sehr gemütlich. Kurz vor Passhöhe bogen wir ab richtung Griespass ab. Leider mussten wir auch da den Stausse auf grossem Schneefeldern "umtragen". Auf der Italienischen Seite es gleich fix Bergab. Teils etwas steinige Trails und daher nicht immer fahrbar. Unten im Tal unbedingt beim ersten Stauwehr auf die rechte Flusseitewechseln und den schönen, flowigen Singletrail geniessen. Nach dem Stausee kommt man bald ins unscheinbare Riale. Wir entschlossen uns da zu nächtigen. Wurde schon etwas dunkel, wir waren müde und etwas regen zog auf. Im Albergo Ristorante Aalts Dorf gab es für 55€ pP ein Nachtessen (Primi,Secondi,Dessert) sowie frühstück.

Tagestotal: 40km

Tag3 ging es ebenfalls früh los. Nach dem Wasserfall (Cascada del Tolce) ging es gleich richtig zur Sache. Die ganze Strecke durchs Val Formazza war einfach nur Gigantisch!! Schöne Trails abseits der Strasse, idillische Dörfer usw.

In Domodossola angekommen gönnten wir uns ein Gelati und bogen ins Centovalle ab, was uns nochmals richtig "geschlissen" hat. Zuerst verläuft der weg wunderbar im Wald bis höhe Haltestelle Marone. Danach leider auf der Strasse. In Malesco bogen wir ab und nahmen zusätzlich noch den Fineropass nach Conobio in Angriff um den Centovalle verkehr zu umgehen. Dieser Weg war zwar schöner und ohne verkehr aber die Abfahrt etwas ernüchternd... Alles Asphalt und (dafür) gigantisch lang Ich nahm diese Strecke als Vorlage Viel Zeit hatten wir ohnehin nicht mehr für Singletrails. Die Strecke am See entlang bis Locarno wollte fast nicht enden. Zum glück hatte es um 21.00 Uhr fast kein Verkehr mehr ansonsten hätte man da diesen vom umfahren des Centovalle gleich wieder kompensiert...

Tagestotal 130km

Diese Teilstrecke hätte man auch gut in zwei tagen machen können, so hätte man Val Formazza besser geniessen können und Centovalli-Locarno etwas optimieren. 

Auf Wunsch kann ich den Bereicht natürlich noch etwas Ausformulieren, Fotos und GPS track nachliefern. Gute Vorlage zur Sbrinz Route hier

Overall fanden wir es eine sehr coole route, Griesspass und Val Formazza sind sehr zu empfehlen. 


Besten Dank RedOrbiter für deinen Input! (und alles auf dieser Seite)
Antworten
#4
Hallo Sattelstüzi, das hört sich ja toll an! Meinst du das bekommt auch ein Mountainbike-Anfänger wie ich hin? Oder soll ich mir da erstmal lieber was anderes vornehmen?
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