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Tödlicher Mountainbike Unfall in der Val d'Uina Schlucht im Unterengadin
#1
Exclamation 
Gestern Mittwoch ist in der Val d'Uina Schlucht ein Holländischer Mountainbiker tödlich abgestürzt.
Eine Holländische Fünfer Gruppe war vom Schlinigpass (Passo di Slingia) 2295m auf der Abfahrt durchs Val d'Uina ins Unterengadin nach Sur En. Während die übrigen vier Mountainbiker der Gruppe an der Uina "Galleria" die Bikes geschoben haben, wollte der tödlich Verunglückte diese Stelle fahrend im Sattel meistern. Er verlor das Gleichgewicht und stürzte mitsamt Bike 110 Meter tief in die Schlucht. Der Sturz war Tödlich.


Hier mal die Info Tafel welche dort in der Val d'Uina Schlucht steht.
[Bild: valduina_img_3339_30-06-2009.jpg]
Val d'Uina Informations Tafel (2009) - Hinweise und Info
Informations und Hinweise für Mountainbike-Fahrer:

1. Sie befahren nun eine anspruchsvolle Strecke. Gute Fahrtechnik erforderlich.
2. Achten Sie auf Fussgänger, Gegenverkehr, und Fahrzeuge.
3. Nehmen Sie Rücksicht auf Wanderer (Glocke obligatorisch)
4. Steigen Sie bei gefährlichen Passagen vom Mountainbike ab (Tragen oder Stossen)
5. Jegliche Haftung wird abgelehnt. Befahren der Strecke auf eigene Gefahr!



Hier ein paar Fotos der Val d'Uina Schlucht für alle die noch nie dort waren:

Val d'Uina Schlucht
[Bild: valduina_img_3317_30-06-2009.jpg]
Val d'Uina Schlucht - Der schmale Weg ist in die senkrechten Felsen gesprengt


Val d'Uina Schlucht
[Bild: valduina_img_3309_30-06-2009.jpg]
Der Felsenweg durch die Val d'Uina Schlucht - Unterhalb vom Schlinigpass


Val d'Uina Schlucht
[Bild: valduina_img_3326_30-06-2009.jpg]
Val d'Uina Schlucht "Galleria" - unten Uina Dadaint


Val d'Uina Schlucht
[Bild: valduina_img_3304_30-06-2009.jpg]
Val d'Uina Schlucht Wanderweg - etwa zwei Kilometer unterhalb der italienischen Grenze am Schlinigpass



Ich hoffe nur dass jetzt die Val d'Uina Schlucht für Mountainbiker nicht gesperrt wird.
Wäre wirklich schade um diese schöne Strecke.




cu RedOrbiter
http://www.Trail.ch
Antworten
#2
Hallo RedOrbiter

"Ich hoffe nur dass jetzt die Val d'Uina Schlucht für Mountainbiker nicht gesperrt wird. Wäre wirklich schade um diese schöne Strecke."

Da bin ich voll bei Dir und hoffe mit, das wäre wirklich mehr als schade! - Natürlich ein sehr tragisches Ereignis, das mir überraschend nahe geht, wahscheinlich weil ich auch schon live an diesen Abgründen stand. - Dennoch, obwohl die Angehörigen und das Umfeld des Verunglückten selbstverständlich mein Beileid haben, geht es nicht ganz ohne Kritik. Die Warnhinweise stehen da ja nicht aus purer Langeweile rum, sondern haben ihren Grund, oder besser ausgedrückt, ihre Berechtigung!

Grundsätzlich halte ich die Variante mit den Warnhinweisen für eine sehr gute Lösung, ist meiner Ansicht nach jedenfalls besser, als Verbote auszusprechen. Es wird deutlich auf die Gefahren hingewiesen und gleichzeitig an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen appelliert. In meinen Augen eindeutig der bessere Weg, als mit Bevormundung mittles Verboten zu operieren. Denn auch dadurch, das zeigen andere Beispiele, würden Unbelehrbare nicht abgeschreckt!!!

Ich hoffe, dass die Verantwortlichen das auch so sehen und die Schlucht für Mountainbiker offiziell zugänglich bleibt, denn das Val d'Uina ist ein wirklich einzigartiges Erlebnis.

Herzliche Bikegrüsse,
GHOSTBIKER
Antworten
#3
Sad 
Bergunfälle passieren nun mal. So tragisch das tönen mag.
Wenn man wegen jedem Berg-Unfall mit Todesfolgen den Weg oder die Route wo es passiert ist sperren würde, so könnte kein Alpinist mehr aufs Matterhorn oder an die Eiger Nordwand. Alles gesperrt. Das Lagginhorn, wo kürzlich 5 Deutsche Bergsteiger abgestürzt sind, müsste man auch sofort sperren, da viel zu gefährlich... Selbst der Gr. Mythen 1898m ob Schwyz müsste man fast jedes Jahr erneut sperren. Denn an diesem "Fels Zacken" stürzt fast jedes Jahr ein Wanderer zu Tode. Das ist natürlich keine Lösung.
Ich finde auch, dass die jetzige Situation mit den Warnhinweisen Tafeln in der Val d'Uina Schlucht die beste Lösung ist.
An die Vernunft der Berggänger zu appellieren ist sicher der gangbarste Weg.
Eine gewisse Selbstverantwortung darf und soll von jedem Berggänger verlangt werden dürfen.
Denn strikte Verbote sind grundsätzlich fast immer schlecht. Was verboten ist reizt in der Regel nur noch stärker.

Fahrtrichtung in der Uina Schlucht:
Zum Glück wird die Unina Schlucht in der Mehrheit von unten nach oben gequert. Denn die Alpencross MTB Touren gehen meist von Nord nach Süd. So kommen dieser Teil der Uina Biker schon gar nicht in die Versuchung dort zu fahren, weil es zu schlicht zu steil ist dort hochzufahren.


In den Holländischen Medien wird der tödlich verunfallte Uina Biker mit Bild und Namen zur Schau gestellt.
Ob das nötig ist? Auch da kann man geteilter Meinung sein.


cu RedOrbiter
http://www.Trail.ch
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#4
Hallo Liebe Gleichgesinnte

am oberen Eingang der Schlucht war letztes Jahr extra ein Schild, dass das befahren verbietet.
Zu recht wie der traurige Vorfall beweist.

Ich kann nicht verstehen wie man bei solchen unsinnigen Mutproben sein Leben auf Spiel setzen kann.
Und seine Freunde , Mitfahrer und Familie belastet.

Aber es gibt ja Angeber die auch noch stolz sind die leichten aber Gefährlichen 40 Meter in der Schlucht gefahren zu sein.

Siehe hier : http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.89328.html

Gruß
James
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#5
Bei so einer Nachricht wird einem wirklich Angst und Bange! Ich habe mir gerade erst ein Mountainbike zugelegt und möchte jetzt eigentlich voll einsteigen. Aber wenn ich so etwas lese, komme ich doch ins Grübeln! Sad
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#6
Hallo naturefriend,

ich würde mich durch den Unfall nicht entmutigen lassen. Wenn man nicht gerade an Höhenangst leidet macht die Route richtig viel Spaß. Ich bin bisher aus dem Engadin gekommen und dann kommt auch gar nicht in die Versuchung zu fahren. Ähnlich verhält es sich mit dem Schrofenpass. Irgentwann sollte geschoben werden und man kann die Aussicht richtig genießen.
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