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Variante Älggi: Kaiserstuhl - Klein Melchtal - Älggialp - Bachegg
#1
Coolglas 
Älggialp

10.6.2007

Ich starte diese Tour heute in Kaiserstuhl 697m am nördlichen Ende des Lungernsee. Wechsle beim Bahnhof sofort über das Geleise und sogleich beginnt die Steigung hinauf ins Klein Melchtal. Zuerst noch 1.2km asphaltiert danach auf Naturstrasse wechselnd geht es sehr steil bergauf. Kein Abschnitt wo man kurz die Beine locker drehen könnte. Alles im kleinsten Gang geht’s immer steil bergauf alles im Wald. Auf ca. 3km mache ich hier fast 500 Höhenmeter.
Bei Brunnenmad hab ich den Aufstieg geschafft und ab jetzt geht’s locker ins Klein Melchtal hinein. In einem grossen ausholendem Bogen geht’s bis Hüttisbach wo ich über die Brücke der Klein Melchaa fahre und auf der Andern Talseite wieder bis nach Rafgarten. Bei Rafgarten treffe ich auf die Strasse die von Sachseln hochkommt und biege dort mit einer Spitzkehre hinauf Richtung Älggialp ein. Die geteerte Strasse ist abwechslungsreich und mit einigen steilen Rampen gespickt. Störend sind einzig die vielen Sonntagsausflügler die mit Ihrem Auto die enge Strasse hinauf nach Älggi befahren. Oben auf der Älggi lasse ich es mir nicht entgehen und fahre zum geographischen Mittelpunkt der Schweiz hinüber. Hier mache ich mein Picknick aus dem Rucksack und lasse es mir wohl sein.
Während dieser Rast beschliesse ich nach kurzem Kartenstudium meine Strecke ein wenig abzuändern. Ich fahre über Schlechtenmatt hinauf nach Bachegg.
Gesagt getan. Die 200 Höhenmeter hinauf zur Bachegg sind rasch gemeistert, da der Weg wirklich exzellent ist. Die Aussicht aufs Melchtal kann ich jedoch nur kurz geniessen. Das Wetter scheint zu kippen. Dunkle schwarze Wolken nähern sich rasch.
So beschliesse ich sofort die Abfahrt hinunter nach Matt anzutretten. Alles Fahrbar ausser 2 kurzen Stellen. Bei Matt beginne ich sofort mit dem Aufstieg hinauf zum Sachsler Seefeld. Die ersten Tropfen fallen bereits. Die letzten Wanderer hier oben verlassen fluchtartig das Seefeld und schauen das Sie schleunigst nach Älggi hinunter kommen. Ich suche auch Schutz und stelle mich bei der Alphütte beim Seefeld unters Vordach. Aber nach 15 Minuten ist der Spuck wieder verbei. Ausser einigen groben Regentropfen hat’s die Gewitterfront rasch wieder verblasen. Ich gehe noch kurz zum Alpsee runter. Ich bin jetzt ganz alleine hier oben. Vor einer halben Stunde hat er hier oben wohl von Ausflüglern noch gewimmelt.
Ich mach mich auf den Weg und fahre Richtung Südwesten zum Lungerer Seefeld. Der Singletrail ist alles Fahrbar und menschenleer. Dann rase ich hinunter zur Melchtalalp überquere den Klein Melchtalaa Bach und fahre in die Gegensteigung hinauf nach Chrummelbach. Diese Steigung ist schön gleichmässig und nur mässig ansteigend. Bei Chrummelbach wechsle ich auf den Wanderweg nach Sunnentag. Hier ist fertig mit fahren. Ca. ¼ Std. alles schieben bis Sunnentag. Der Boden ist sehr sumpfig und der Wanderweg in einem sehr schlechten Zustand. Diese letzten Aufstiegsmeter zehren nochmals kräftig an der Substanz.
Bei Sunnentag die Abfahrt hinunter nach Hüttstett alles Singletrail und fahrbar. Jetzt mache ich einen Fehler. Ich nehme den direkten Weg nach Bärschluecht. Dieser Weg ist nur zum Teil fahrbar und würde ich nicht mehr nehmen. Besser und lohnend, ab Huttstett runterfahren bis zur Spitzkehre bei Punkt 1515 und dann die Forststrasse bis Bärschluecht hochfahren.
Ab Bärschluecht den flüssien Singletrail bis Schild fahren. Ab Schild schwerer Singletrail bis Feldmoos nur zum Teil fahrbar. Ab Feldmoss oben noch Schotterstrasse bald in Teerstrasse wechselnd alles hinunterfahren bis Burgkapelle. Ab Burgkapelle alles der Pragelbahn entlang bis nach Lungern runter. Bei Lungern überquere ich die Brünigpassstrasse und fahren bis an See runter und umrunde den Lungernsee auf der westlichen Seite und gelange so verkehrsfrei nach Kaiserstuhl wo ich am Morgen gestartet bin. Gerade Rechtzeitig – Es fängt an zu Regnen. Seit ich oben auf der Bäregg stand, war das drohende Gewitter immer hinter mir her. Aber ich hab das ungleiche Rennen gegen die schwarzen Regenwolken trotzdem gewonnen. Lol Wink

Strecke:
Kaiserstuhl - Klein Melchtal - Älggialp - Bachegg - Sachsler Seefeld - Lungerer Seefeld - Chummelbach - Sunnentag - Hüttstett - Bärenschluecht - Feldmoos - Lungern - Kaiserstuhl

Bemerkungen:
Sonntag, zuerst Sonnig dann immer auf der Flucht vor dem Regen, Abschnitt Hüttstett nach Bärenschluecht nicht lohnend

48.3km
1713hm
4:56h
Schnitt 9.8km/h


Cu RedOrbiter
http://www.Trail.ch
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#2
Coolglas 
Ich habe zu dieser Biketour jetzt auch einige Fotos ins Album gestellt.

[Bild: kleinmelchtal-aelggialp-10_06_2007-img_5437.jpg]
Älggialp: Geografischer Mittelpunkt der Schweiz

[Bild: kleinmelchtal-aelggialp-10_06_2007-img_5504.jpg]
Lungenersee: Gesehen ab dem Trail zwischen Hüttstett und Bärschluecht.

Weiter Bilder im Fotoalbum Klein Melchtal Älggialp Bachegg Hüttstett

Hier noch der Link  Älggialptour von Sachslen


cu RedOrbiter
http://www.Trail.ch
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#3
Im Jahr 1988 wurde der geografische Schwerpunkt der Schweiz vom Bundesamt für Landestopografie swisstopo berechnet. Er befindet sich auf der Älggi-Alp, welche zur Gemeinde Sachseln (Obwalden) gehört. Seine Koordinaten sind 660 158/183 641. Am Vormittag des 14. Juni ab 9 Uhr werden das Schweizer Fernsehen, die Gemeinde Sachseln und swisstopo dieses Jubiläum gemeinsam mit dem «Schweizer des Jahres» 2007 feiern. Schwingerkönig Jörg Abderhalden, vom Schweizer Fernsehpublikum mit diesem Titel geehrt, wird mit dabei sein.
Zu seinem 150. Geburtstag im Jahr 1988 berechnete das Bundesamt für Landestopografie swisstopo aus den eben erst digitalisierten Landesgrenzen den Flächenschwerpunkt des Landes. Würde man eine Schweizerkarte auf Karton aufkleben und entlang der Landesgrenze ausschneiden, so wäre sie dort auf einer Nadelspitze im Gleichgewicht.

In Wirklichkeit liegt dieser Punkt oberhalb einer Felswand westlich von Chli Älggi und ist schwer zugänglich. Deshalb wurde er um 500 Meter nach Südosten verschoben. In der Gemeinde wurde die Idee gut aufgenommen, diesen Punkt im Gelände zu markieren. Die Korporation Sachseln stellte den Boden auf der kleinen Kuppe unentgeltlich zur Verfügung. swisstopo spendete eine Triangulationspyramide und der Steinmanndli-Klub Sachseln baute eine Mauer in der Form der Schweiz um diese Stelle herum. Auf dem Stein, der den Mittelpunkt der Schweiz markiert, werden seit 2002 die Namen der vom Publikum der Fernsehsendung «SwissAward - Die Millionengala» gewählten «Schweizer des Jahres» eingraviert. (news.admin.ch)

cu RedOrbiter
http://www.Trail.ch

PS. Dieser Anlass ist doch Ideal mit einer Biketour zu verbinden...
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#4
@redorbiter
hab mich als ich letzmals da oben war gefragt ob man den übergang nach meiringen über talhütten via fruttli mal probieren könnte. es hatte relativ viel schnee sonst hätt ich es grad probiert. ist das schon jemand gefahren ? wie sieht der downhill von fruttli aus ?
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die 10 gebote kennt ihr ja...
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